Bei Kreuzungen das Tempo drosseln, auch wenn die Straße frei wirkt

Landschaftsillustration

An Kreuzungen verlässt man sich oft auf den ersten Blick und fährt mit demselben Tempo weiter, wenn die Straße frei zu sein scheint. Genau in diesem Moment übersieht man aber leicht ein Fahrzeug, das aus einer schlecht einsehbaren Seitenstraße kommt oder schneller näherkommt, als der erste Blick vermuten ließ.

Ein kurzes Verlangsamen an jeder Kreuzung gibt mehr Zeit, die Lage wirklich einzuschätzen, statt sich auf einen flüchtigen Eindruck zu verlassen. Diese paar Sekunden weniger Tempo kosten kaum Zeit auf der gesamten Fahrt, geben aber deutlich mehr Sicherheit im entscheidenden Moment.

Der zweite Blick lohnt sich immer

Besonders an Kreuzungen mit Hecken, parkenden Autos oder Mauern, die die Sicht einschränken, lohnt sich ein bewusst langsameres Herannahen. Was von Weitem frei aussieht, kann sich aus der Nähe als deutlich unübersichtlicher herausstellen, als der erste Eindruck vermuten ließ.

Auch wenn die eigene Fahrtrichtung frei erscheint, kann sich die Situation innerhalb weniger Sekunden ändern, etwa wenn ein Fahrzeug plötzlich abbiegt oder rückwärts ausparkt. Ein reduziertes Tempo gibt genug Spielraum, um auf solche Überraschungen noch reagieren zu können.

Gewöhne dir an, an jeder Kreuzung kurz innezuhalten und bewusst in beide Richtungen zu schauen, statt nur geradeaus zu blicken. Diese kleine Routine wird mit der Zeit selbstverständlich und kostet dann kaum noch bewusste Aufmerksamkeit.

Wer an Kreuzungen grundsätzlich etwas langsamer fährt, bleibt insgesamt gelassener unterwegs und muss seltener hart bremsen oder ausweichen. Diese ruhige Gewohnheit macht jede Fahrt durch die Stadt oder über Land ein Stück sicherer, ohne dass man dafür spürbar länger unterwegs ist.